Ein Weihnachtsmarktbesuch muss nicht immer in eine große Innenstadt führen. Im Bergischen Land locken 2026 Märkte in historischen Altstädten, an Schlössern, auf zentralen Plätzen und sogar im Wald. Für Leserinnen und Leser aus Hattingen ist der eigene Nostalgische Weihnachtsmarkt ein naheliegender Startpunkt – doch auch ein Ausflug in die Nachbarstädte kann sich lohnen.
Unsere Auswahl ist eine redaktionelle Orientierung, keine Rangliste. Termine und Öffnungszeiten können sich ändern. Prüfen Sie die Angaben vor der Fahrt noch einmal beim jeweiligen Veranstalter.
Hattingen: Fachwerk als Weihnachtskulisse
Der Nostalgische Weihnachtsmarkt Hattingen soll vom 23. November bis zum 22. Dezember 2026 stattfinden. Die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und Gassen bildet dabei die Kulisse. Der lange Veranstaltungszeitraum bietet mehr Flexibilität als ein Markt, der nur an einem Wochenende geöffnet ist. Ein Besuch lässt sich mit einem Spaziergang durch die Altstadt verbinden.
Wer aus Hattingen einen Ausflug plant, findet in Hückeswagen ebenfalls historische Gassen und eine Altstadtkulisse. Dessen Hüttenzauber ist für den 4. bis 6. Dezember vorgesehen. In Remscheid-Lennep soll vom 10. bis 13. Dezember ein Weihnachtstreff auf dem Alten Markt stattfinden.
Wochenendmärkte mit besonderer Kulisse
Hückeswagen: Hüttenzauber in der Altstadt
Der Hückeswagener Hüttenzauber ist für Freitag, 4., bis Sonntag, 6. Dezember 2026, angekündigt. Geöffnet werden soll freitags von 17 bis 22 Uhr, samstags von 13 bis 22 Uhr und sonntags von 11 bis 20 Uhr. Regionale Händler und Aussteller bieten laut den vorliegenden Angaben unter anderem Handarbeiten, Dekoration, Geschenkideen und Gastronomie an.
Solingen: Advent auf Schloss Grünewald
Der Grünewalder Adventstraum auf Schloss Grünewald ist für mehrere Adventswochenenden zwischen Ende November und dem 20. Dezember vorgesehen. Der Veranstalter nennt rund 100 Aussteller pro Wochenende und etwa 1.500 Meter Lichterketten im Park. Kunsthandwerk, Manufakturen, Feuerschalen, Lichtinstallationen und Musik gehören zu den angekündigten Angeboten. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre haben laut Veranstalter freien Eintritt. Ende November ist außerdem ein Adventsbasar auf Schloss Burg angekündigt.
Die genauen einzelnen Veranstaltungstage für Schloss Grünewald sind in den vorliegenden Angaben nicht aufgeführt. Wer gezielt dorthin fahren möchte, sollte deshalb vorab den aktuellen Veranstaltungskalender prüfen.
Velbert: Markt am Offers oder Winterstimmung im Wald
Der Weihnachtsmarkt Am Offers soll an zwei Zeiträumen stattfinden: vom 4. bis 6. Dezember sowie vom 10. bis 13. Dezember. Für den ersten Zeitraum sind Freitag 15 bis 21 Uhr, Samstag 11 bis 21 Uhr und Sonntag 11 bis 19 Uhr genannt. Am Donnerstag, 10. Dezember, öffnet der Markt von 17 bis 21 Uhr.
Eine andere Atmosphäre verspricht der Wintermarkt im Wald-Abenteuer am Bismarckturm in Langenberg. Er ist für den 11. bis 13. und den 18. bis 20. Dezember angekündigt. Kunsthandwerk, Lagerfeuer, Livemusik und weihnachtliche Leckereien machen ihn zu einer Alternative zum klassischen Innenstadtmarkt.
Lange Laufzeiten und viele Auswahlmöglichkeiten
Wuppertal: mehrere Märkte in der Stadt
Der Wuppertaler Winterzauber auf dem Laurentiusplatz soll am 19. November beginnen und bis zum 28. Dezember laufen. Daneben gibt es weitere Weihnachtsangebote in Elberfeld. Wer eine historische Kulisse sucht, kann Schloss Lüntenbeck im Blick behalten: Dort sind Veranstaltungen an Adventswochenenden Anfang Dezember vorgesehen. Die genauen Termine sollten vor dem Besuch geprüft werden.
Remscheid: früh in die Saison, später nach Lennep
Der Remscheider Weihnachtstreff auf dem Theodor-Heuss-Platz ist vom 13. November bis zum 23. Dezember angekündigt. Freitags und samstags soll der Markt nach veröffentlichten Angaben teilweise bis 22 Uhr geöffnet sein. Der Weihnachtstreff in Lennep ergänzt das Angebot vom 10. bis 13. Dezember auf dem Alten Markt. Die historische Altstadt bietet einen deutlichen Kontrast zum Markt in der Stadtmitte.
Bergisch Gladbach: vier unterschiedliche Stationen
In Bergisch Gladbach sind gleich mehrere Märkte aufgeführt. Der Weihnachtsmarkt auf dem Konrad-Adenauer-Platz soll vom 19. November bis zum 23. Dezember geöffnet sein, täglich ab 11 Uhr; samstags länger. Das Refrather Weihnachtsdorf auf dem Peter-Bürling-Platz ist vom 16. November bis zum 23. Dezember vorgesehen. Der Bensberger Hüttenzauber soll vom 19. November bis zum 30. Dezember laufen.
Auf dem ehemaligen Industrieareal ist Zanders Zauber vom 14. bis 23. Dezember angekündigt. Der Unikat-Weihnachtsmarkt im Grandhotel Schloss Bensberg soll vom 10. bis 13. Dezember stattfinden. Für diesen Markt wird Eintritt erhoben; laut Veranstalter ist ein Getränk enthalten, Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Preise sind in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Kleine Märkte und besondere Traditionen
Mettmann: der Blotschenmarkt an neuem Standort
Der Blotschenmarkt soll vom 27. November bis zum 13. Dezember 2026 auf dem Königshofplatz stattfinden. Wegen der Sanierung der St.-Lambertuskirche zieht der Markt erstmals dorthin um. Geplant sind Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag 16 bis 21 Uhr, freitags bis 22 Uhr und am Wochenende ab mittags. Der Wechsel macht den Marktbesuch in diesem Jahr auch für Menschen interessant, die den traditionsreichen Markt schon kennen.
Heiligenhaus und Radevormwald: lokal und überschaubar
Der Weihnachtsmarkt in Heiligenhaus ist für Donnerstag, 10., bis Sonntag, 13. Dezember, auf dem Rathausplatz angekündigt. Lokale Vereine, Gruppen und Einrichtungen sind beteiligt. Die genannten Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag 16 bis 22 Uhr, Samstag 11 bis 22 Uhr und Sonntag 11 bis 18 Uhr.
In Radevormwald verteilt sich das Marktgeschehen vom 11. bis 13. Dezember auf Marktplatz, Kaiserstraße und Schlossmacherplatz. Vereine und Händler sollen unter anderem Holzarbeiten, Dekoration, Handarbeiten, Schmuck sowie Speisen und Getränke anbieten. Musik und Kinderangebote sind ebenfalls angekündigt.
Wermelskirchen: ein außergewöhnlicher Weihnachtsbaum
Ein eigener Grund für einen Adventsausflug ist der historische Mammutbaum in der Innenstadt. Er ist knapp 27 Meter hoch, mehr als 150 Jahre alt und wird zur Weihnachtszeit mit hunderten Lichtern beleuchtet. Die Stadt bezeichnet ihn als Deutschlands größten innerstädtischen Naturweihnachtsbaum. Die Bergische Weihnacht beziehungsweise der kulinarische Weihnachtsmarkt ist traditionell Teil des Adventsprogramms. Für 2026 weisen städtische Regelungen den zweiten Advent als Veranstaltungssonntag aus; konkrete aktuelle Veranstaltungs- und Öffnungszeiten sollten vorab geprüft werden.
Welche Weihnachtsmarkt-Tour passt zu Ihnen?
- Für Fachwerk und Altstadt: Hattingen, Hückeswagen oder Remscheid-Lennep.
- Für Schlosskulisse: Schloss Grünewald in Solingen oder Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach.
- Für einen ungewöhnlichen Ort: der Wintermarkt am Bismarckturm in Velbert-Langenberg.
- Für mehrere Märkte in einer Stadt: Bergisch Gladbach oder Wuppertal.
- Für eine lokale, gemeinschaftliche Atmosphäre: Heiligenhaus oder Radevormwald.
- Für eine besondere Adventskulisse: der beleuchtete Mammutbaum in Wermelskirchen.
Von Hattingen aus bietet sich zunächst der Marktbesuch vor der eigenen Haustür an. Wer mehr als einen Markt an einem Tag verbinden möchte, sollte Entfernungen, Veranstaltungszeiten und Öffnungstage vorab selbst abgleichen: Die genannten Termine belegen nicht, dass sich alle Stationen zeitlich oder ohne längere Fahrt kombinieren lassen.
Elf Städte, viele Arten von Weihnachten
Der Reiz der Auswahl liegt nicht in einer einzigen großen Attraktion. Hattingen setzt auf seine Fachwerk-Altstadt, Velbert ergänzt den klassischen Markt um Waldatmosphäre, Solingen und Bergisch Gladbach bieten Schlosskulissen. In Heiligenhaus und Radevormwald prägt die lokale Beteiligung das Bild. Wer einen Besuch plant, findet deshalb je nach gewünschter Stimmung unterschiedliche Optionen – und sollte die aktuellen Angaben der Veranstalter kurz vor der Fahrt noch einmal prüfen.
